GROOVE im neuen GOP Artistical-Theater Essen
- Ein neues Theatergefühl statt klassischem GOP
- Live-Musik und Bühnentechnik als Herz der Show
- GROOVE verbindet Varieté, Konzert und Musical
- Tickets, Besuchstipps und Zielgruppen
- Unser Fazit zur Show in Essen
Ein neues Theatergefühl statt klassischem GOP
TL;DR: GROOVE im neuen GOP Artistical-Theater Essen verbindet Artistik, Live-Musik, Projektionen und moderne Bühnentechnik. Das frühere GOP-Konzept mit Tischen und Gastronomie im Saal ist Geschichte. Uns hat der mutige Neustart überzeugt.
Wir müssen gleich am Anfang etwas gestehen: Wir sind alte GOP-Hasen. Wir kennen das klassische GOP. Tische im Saal. Essen und Trinken während der Vorstellung. Diese besondere Mischung aus Theater, Gastronomie und Artistik.
Mit genau diesem Bild im Kopf sind wir von BERGISCH BEWEGT zur Premiere von GROOVE nach Essen gefahren. Dann standen wir plötzlich in einem Theater, das mit dem GOP, das wir kannten, fast nichts mehr zu tun hatte.
Nicht renoviert. Nicht ein bisschen modernisiert. Nicht hier eine neue Lampe und dort ein neuer Teppich. Das Haus wurde komplett neu gedacht. Eine andere Welt. Unser erster Gedanke war deshalb tatsächlich: Geht das gut?
Wer früher das GOP Varieté-Theater Essen besuchte, erinnert sich an die Tische im Zuschauerraum. Man saß zusammen, bestellte Essen und trank vielleicht ein Glas Wein. Die Bühne lag vorne. Das Publikum saß an Tischen davor. Dieses Konzept gehörte zum GOP.
Damit ist Schluss. Im neuen GOP Artistical-Theater Essen gibt es einen modernen Zuschauerraum mit ansteigenden Sitzreihen. Der klassische Varietésaal mit seinen Tischen ist Geschichte. Auch das frühere Restaurantkonzept wurde aufgegeben.
Stattdessen gibt es unter anderem einen großen Foyerbereich mit Bar und Snacks. Wer das alte GOP sehr mochte, muss diesen Wechsel erst einmal verarbeiten. Wir jedenfalls mussten es.

Live-Musik und Bühnentechnik als Herz der Show
Ein Raum zwischen Kino und Las Vegas
Der erste Eindruck lautet: modern, verrückt, dunkel, leuchtend und technisch. Ein bisschen großes Kino. Irgendwo schwingt auch ein Hauch Las Vegas mit.
Das neue Haus bezeichnet sich selbst als Europas erstes Artistical-Theater. Die Idee dahinter ist klar: Artistik, Live-Musik und moderne Bühnentechnik sollen nicht mehr nebeneinander stattfinden. Sie sollen zu einem neuen Showformat verschmelzen.
Das klingt zunächst nach Marketing. Bis die Show beginnt.
Dann setzen Musik, Licht und Bewegung ein. Die Bühne verändert sich. Plötzlich versteht man, weshalb dieses Theater komplett umgebaut wurde. GROOVE wäre im alten GOP in dieser Form vermutlich gar nicht möglich gewesen.
Hier ist nicht nur die Artistik die Show. Nicht nur die Musik. Nicht nur das Licht. Der gesamte Raum wird Teil der Inszenierung. Genau das verändert alles.
Eine Bühne, die ständig neue Welten schafft
Wir haben schon einige Shows gesehen. Was hier technisch passiert, ist trotzdem beeindruckend. Innerhalb kürzester Zeit verändert sich die komplette Wahrnehmung der Bühne.
Ein Raum entsteht und verschwindet wieder. Farben verändern die Tiefe. Flächen werden zu Kulissen. Projektionen lassen neue Welten entstehen. Licht und Video sind nicht bloß Hintergrund. Sie bewegen sich mit der Show.
Die Bühne kann Club sein. Disco. Lichtinstallation. Raum. Farbe. Projektionsfläche. Manchmal wirkt sie fast grenzenlos.
Das erzeugt eine visuelle Tiefe, die wir von einem klassischen Varieté so nicht kennen. Die offizielle Produktion setzt dabei auf eine enge Verbindung von Artistik, Live-Musik, Choreografie und Comedy.
Auch der WDR berichtete im Umfeld der Premiere über die aufwendige Neugestaltung. Demnach kostete der Umbau knapp vier Millionen Euro. Das Essener Haus wurde innerhalb der GOP-Gruppe speziell für das neue Format umgebaut.
Wenn man in diesem Zuschauerraum sitzt, versteht man schnell, wohin ein erheblicher Teil dieser Investition geflossen sein dürfte. Die Technik ist keine Dekoration. Sie ist ein tragender Bestandteil der Show.
Wer das frühere GOP mit Tischplätzen und umfangreicher Gastronomie erwartet, sollte seine Erwartungen anpassen. Das neue GOP Artistical-Theater ist ein anderes Konzept. Snacks und Getränke gibt es im Haus, das frühere Restaurantmodell steht jedoch nicht mehr im Mittelpunkt.
GROOVE verbindet Varieté, Konzert und Musical
GROOVE wäre ohne die Musik nur halb so stark. Hier wird live gesungen und gespielt. Und zwar mit spürbarer Kraft.
Der WDR berichtete von einer Szene, in der Artistin Mao Fuchigami in rund vier Metern Höhe über eine Highline oberhalb der ersten Zuschauerreihen läuft. Gleichzeitig spielt die Band „Bohemian Rhapsody“ von Queen live.
Queen. Live. Während über den Köpfen Artistik stattfindet. Das muss man erst einmal zusammenbringen.
Genau hier passiert etwas Entscheidendes: Die Musik begleitet die Artistik nicht bloß. Sie ist ein gleichberechtigter Teil der Show.
Uns haben die Sängerinnen und Sänger wirklich beeindruckt. Es gehört eine gewisse Portion Selbstvertrauen dazu, sich musikalisch nicht vor Queen zu verstecken. Aber es funktioniert.
Die Stimmen haben Kraft. Die Band hat Druck. Weil alles live stattfindet, entsteht eine Energie, die eine perfekt produzierte Tonspur niemals vollständig ersetzen kann.
Rund 120 Minuten dauert GROOVE. Diese zwei Stunden fühlen sich nicht wie eine Abfolge aus Nummer eins, Applaus, Nummer zwei und Applaus an.
Beim klassischen Varieté steht jede Darbietung ein Stück weit für sich. Jonglage, Akrobatik, Comedy, Luftartistik und Musik wechseln einander ab. GROOVE versucht dagegen, daraus eine eigene Welt zu schaffen.
Die einzelnen Elemente fließen ineinander. Musik läuft weiter. Projektionen wechseln. Artisten erscheinen. Tänzer übernehmen. Das Licht verändert den Raum. Die nächste Szene entsteht, bevor man die vorige gedanklich ganz verlassen hat.
Genau darin steckt das „Artistical“: eine Mischung aus Artistik, Musical, Konzert, Show und Technologie.
Besonders gelungen fanden wir die Nähe zum Publikum. Man sitzt nicht mehr irgendwo hinten an einem Tisch und blickt auf eine entfernte Bühne. Die Sitzreihen steigen an. Das Geschehen zieht sich optisch in den Raum.
Teilweise findet die Artistik sogar direkt über dem Publikum statt. Der Eindruck lautet deshalb stärker: Wir sind mittendrin. Nicht: Wir schauen etwas an.
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Thematisch führt die Premierenproduktion in die Disco-Ära der 1970er-Jahre. Spiegelkugeln, Rhythmus, Farben, Kostüme, Funk, Rock und Disco bilden das Material.
GROOVE versucht jedoch nicht, ein nostalgisches Siebzigerjahre-Museum zu bauen. Es ist keine reine „Weißt du noch, damals?“-Show. Die Epoche liefert eher den Ausgangspunkt für etwas Neues.
Artistinnen und Artisten zeigen Luftartistik, Balance, Akrobatik und weitere Disziplinen. Durch Projektionen und Lichtgestaltung verändert sich deren Wirkung.
Ein Körper bewegt sich nicht einfach vor einem schwarzen Bühnenhintergrund. Er bewegt sich durch Farbe, Grafik, Licht, Bewegung und Raum. Teilweise verschwimmen reale Bühne und digitale Szenerie.
Das sind die Momente, in denen man sich fragt: Wie haben die das gerade gemacht?
Rund zwei Jahre beschäftigte sich das Kreativteam nach Angaben des WDR mit dem Konzept. Eine zentrale Frage lautete offenbar: Wie kann Theater Menschen noch zum Staunen bringen, die täglich schnelle digitale Bilder sehen?
Die Antwort in Essen lautet nicht, TikTok auf einer Bühne nachzubauen. Stattdessen setzt GROOVE auf Dinge, die ein Smartphone nicht liefern kann: Raum, Körper, Live-Musik, Risiko, Größe und gemeinsames Erleben.
Tickets, Besuchstipps und Zielgruppen
Ein mutiger Neustart für Stammgäste
Wir wollen unsere anfänglichen Zweifel nicht unterschlagen. Als Menschen, die das frühere GOP mochten, fragten wir uns: Wo sind die Tische? Wo ist dieses typische Varietégefühl? Warum sieht das jetzt fast wie ein modernes Kino aus?
Nach GROOVE war unsere Antwort ziemlich eindeutig: Ja, dieser Neustart funktioniert.
Das neue Raumkonzept erschließt sich vollständig erst, wenn die Show läuft. Dann merkt man, dass die Sitze nicht zufällig so angeordnet sind. Die Wände sehen nicht zufällig so aus. Die Technik ist nicht bloß Ausstattung.
Das Gebäude selbst wird zum Teil der Vorstellung.
Man hätte es einfacher machen können. Das alte GOP funktionierte. Die Marke war etabliert. Das Publikum kannte das Konzept. Eine Renovierung mit neuer Bestuhlung, frischer Technik und neuen Farben wäre naheliegend gewesen.
Stattdessen hat man in Essen praktisch gesagt: Wir bauen uns neu.
Das ist riskanter. Stammgäste vergleichen automatisch. Menschen wie wir betreten das Haus mit einem festen Bild im Kopf. Dieses Bild muss man erst loslassen.
Nach unserem Premierenabend war das jedoch kein Verlustgefühl mehr. Es war Neugier auf das, was daraus entstehen kann.
Preise, Dauer und Anreise aus dem Bergischen Land
Die Ticketpreise beginnen nach den vorliegenden Angaben bei 49 Euro. Weitere Kategorien werden ab 59 Euro und 69 Euro angeboten. Premiumplätze beginnen bei 79 Euro. Preise und Verfügbarkeiten können sich ändern.
Die Show dauert rund 120 Minuten und wird als familienfreundlich angeboten. Vor dem Besuch sollte man trotzdem prüfen, welche Platzkategorie am besten zu den eigenen Vorstellungen passt.
Für BERGISCH BEWEGT ist Essen besonders interessant, weil die Stadt aus vielen Teilen des Bergischen Landes gut erreichbar ist. Velbert liegt praktisch vor der Tür. Auch aus Wuppertal, Heiligenhaus, Mettmann, Hattingen, Remscheid und Solingen ist ein Abend in Essen kein großes Reiseprojekt.
Und wenn man erlebt, was dort technisch und künstlerisch entstanden ist, muss man ein wenig schmunzeln. Unser Fazit lautete: Storniert Las Vegas. Bucht Essen.
Gut, Las Vegas hat vermutlich noch das eine oder andere Argument. Aber diese Show hätten wir in dieser Form nicht mitten im Ruhrgebiet erwartet.
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Vorteile & Nachteile auf einen Blick
Vorteile
- Spektakuläre Verbindung aus Artistik, Live-Musik und Technik
- Moderne Sitzreihen mit starkem Mittendrin-Gefühl
- Abwechslungsreiche Show für Konzert-, Musical- und Varietéfans
Nachteile
- Das frühere GOP-Gastronomiekonzept mit Tischen fehlt
- Wer klassisches Varieté erwartet, muss sich auf einen Stilwechsel einstellen
Checkliste für die Praxis
- Vor der Buchung die verfügbaren Sitzplatzkategorien prüfen
- Mit etwa 120 Minuten Showdauer rechnen
- Snacks und Getränke gibt es im Foyer, nicht das frühere Restaurantmodell
- GROOVE als eigenständige Show und nicht als altes GOP betrachten
Unser Fazit zur Show in Essen
Unser persönlicher Moment kam, als aus anfänglicher Skepsis echtes Staunen wurde. Wir saßen da, sahen die vollkommen veränderte Bühne und hörten die Band.
Die Projektionen explodierten förmlich in Farben. Der Raum veränderte sich. Die Artisten bewegten sich über und vor uns. Irgendwann dachten wir nicht mehr darüber nach, ob wir das alte GOP vermissen.
Wir dachten nur noch: Das ist verdammt gut gemacht.
BERGISCH BEWEGT war bei der Premiere dabei. Wir kannten das frühere GOP. Wir betraten das neue Theater mit Erwartungen und Zweifeln. Überzeugen lassen wollten wir uns trotzdem.
GROOVE hat das geschafft. Vielleicht ist das sogar das größte Kompliment. Wer ohne Erwartungen kommt, lässt sich leichter beeindrucken. Wer das alte Konzept mochte, muss erst einmal überzeugt werden, dass ein kompletter Neustart notwendig war.
Das neue GOP Artistical-Theater Essen ist nicht das renovierte GOP. Dieser Gedanke führt in die falsche Richtung. Es ist ein neues Theater, ein neues Raumkonzept, eine neue Bühne und eine neue technische Welt.
Mit GROOVE kommt ein neues Showformat hinzu. Live-Musik, fantastische Stimmen, Queen, Artistik, Licht, Farben und Projektionen verbinden sich zu einem Abend, der deutlich größer wirkt als ein klassischer Varietébesuch.
Das Theater nennt sein Format „Artistical“. Wir nennen es nach diesem Abend etwas einfacher: Wahnsinn.
Unser Tipp aus dem Bergischen Land lautet deshalb: Für große Showmomente muss man nicht zwingend über den Atlantik fliegen. Manchmal reicht die A44 beziehungsweise A52 Richtung Essen.
Storniert Las Vegas. Bucht Essen. Na gut, Las Vegas vielleicht nicht wirklich stornieren. GROOVE würden wir trotzdem buchen.
Zielgruppen im Blick
Perspektive für 20–40 Jahre
Wer große Live-Produktionen, Konzerte, moderne Lichtshows und digitale Bühnenbilder mag, dürfte sich schnell angesprochen fühlen. GROOVE verbindet bekannte Elemente mit hohem Tempo und starken visuellen Reizen. Besonders attraktiv ist die Mischung aus Live-Band, Tanz und Artistik. Der Abend wirkt nicht angestaubt, sondern wie eine eigenständige Showproduktion mit Konzertenergie.
Perspektive für 40–60 Jahre
Für diese Zielgruppe kann GROOVE eine interessante Brücke schlagen. Die Musik und Disco-Ästhetik erinnern an die 1970er-Jahre, werden aber modern inszeniert. Wer das frühere GOP kennt, sollte den Konzeptwechsel bewusst annehmen. Dann zeigt sich schnell, dass die neue Technik nicht vom Inhalt ablenkt. Sie schafft vielmehr eine Bühne für eine andere Form von Varieté.
Perspektive ab 60
Auch ältere Besucherinnen und Besucher können GROOVE genießen, besonders bei Interesse an Musik, Artistik und großen Bühnenbildern. Wichtig ist die neue Sitzordnung: Es gibt ansteigende Reihen statt Tische im Saal. Wer Wert auf ein gastronomisches Erlebnis während der Vorstellung legt, sollte diesen Unterschied berücksichtigen. Für spektakuläre Live-Unterhaltung bleibt Essen dennoch ein lohnendes Ziel.
Häufige Fragen
Was ist GROOVE im GOP Artistical-Theater Essen?
GROOVE ist eine rund 120-minütige Show, die internationale Artistik, Live-Musik, Gesang, Choreografie, Comedy und moderne Bühnentechnik verbindet. Das Format versteht sich nicht als klassisches Varieté mit einzelnen Nummern. Vielmehr verschmelzen Bühne, Projektionen, Licht, Musik und Akrobatik zu einer zusammenhängenden Inszenierung.
Wie unterscheidet sich das neue GOP Essen vom früheren Varieté?
Im neuen GOP Artistical-Theater gibt es ansteigende Sitzreihen statt Tischen im Saal. Essen und Trinken während der Vorstellung stehen nicht mehr im Mittelpunkt. Dafür bietet das Haus einen großen Foyerbereich mit Bar und Snacks. Das gesamte Gebäude wurde für Artistik, Live-Musik und aufwendige Licht- und Videotechnik neu konzipiert.
Was kostet ein Ticket für GROOVE?
Nach den im Artikel zugrunde gelegten Angaben beginnen die Ticketpreise bei 49 Euro. Weitere Kategorien werden ab 59 Euro und 69 Euro angeboten. Premiumplätze beginnen bei 79 Euro. Preise und Verfügbarkeiten können sich ändern. Wer bestimmte Plätze möchte, sollte die offiziellen Angaben vor der Buchung prüfen.
Für wen lohnt sich GROOVE?
GROOVE lohnt sich für Menschen, die Artistik, Konzerte, Musicals, Tanz oder große Lichtshows mögen. Auch wer mit klassischem Varieté wenig anfangen kann, könnte sich angesprochen fühlen. Die Produktion ist familienfreundlich und verbindet spektakuläre Bilder mit Live-Musik. Für Stammgäste des früheren GOP ist wichtig: GROOVE ist kein renoviertes altes Konzept, sondern ein komplett neues Showerlebnis.














